Infantino entschuldigt sich – Europas Verbände bleiben bei ihrer Kritik
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich am Donnerstag, 15. Oktober 2026, bei einer Sitzung des FIFA-Councils in Zürich entschuldigt. Der Schweizer räumte Fehler im Umgang mit einem umstrittenen Milliardenprojekt ein, mit dem private Investoren an kommerziellen WM-Rechten beteiligt werden sollten. Doch die Entschuldigung reicht den europäischen Fussballverbänden nicht. Sie verlangen weiterhin Transparenz und Antworten auf zentrale Fragen. Während der rund dreieinhalbstündigen Sitzung kritisieren europäische Funktionäre insbesondere die fehlende Einbindung des FIFA-Councils beim inzwischen aufgegebenen Investorenprojekt. Das Vorhaben sah eine Kapitalbeteiligung von rund 4,2 Milliarden Dollar vor. DFB-Präsident Bernd Neuendorf erklärt nach dem Treffen, zahlreiche kritische Fragen seien unbeantwortet geblieben. Auch die englische Verbandschefin Debbie Hewitt zeigt sich unzufrieden. Der Machtkampf betrifft unmittelbar die Schweiz. Die FIFA hat ihren Hauptsitz in Zürich, Infantino stammt aus dem Wallis. Der Schweizerische Fussballverband überprüft bereits seine bisherige Unterstützung für den Präsidenten. Im März 2027 steht die nächste FIFA-Präsidentenwahl an. Die UEFA prüft weiterhin Möglichkeiten für eine Gegenkandidatur.
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