Fussball

Mbappé verletzt – Real Madrid bangt vor Villarreal-Spiel

Kylian Mbappé muss wegen einer Verletzung am linken Knie vorerst kürzertreten. Real Madrid bestätigte nach Untersuchungen eine Überdehnung der hinteren Gelenkkapsel. Eine konkrete Ausfallzeit nannten die Königlichen nicht – beim Training am Montag arbeitete der Franzose weiterhin an seinem Comeback. Mbappé hatte sich die Blessur am Freitag im Nations-League-Spiel Frankreichs gegen die Türkei zugezogen. Ausgerechnet bei seinem Treffer zum 1:0 in der 54. Minute verletzte sich der 27-Jährige am linken Knie. Er versuchte zunächst weiterzuspielen, musste in der 59. Minute aber durch Désiré Doué ersetzt werden. Frankreich brachte den knappen Vorsprung anschliessend über die Zeit. Der Ausfall trifft Real Madrid in einer Phase, in der Mbappé erneut zu den wichtigsten Offensivspielern gehört. Erst Mitte September hatte er beim 4:1 gegen Rayo Vallecano einen Doppelpack erzielt. Nun dreht sich in Madrid alles um die Frage, ob der Torjäger nach der Länderspielpause rechtzeitig für das Heimspiel gegen Villarreal zurückkehren kann.

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Ronaldo 90 Minuten auf der Bank – Jorge Jesus erklärt überraschenden Entscheid

Cristiano Ronaldo hat beim 2:1-Sieg Portugals in Norwegen keine einzige Minute gespielt. Nationaltrainer Jorge Jesus liess den 41-jährigen Captain während der gesamten Nations-League-Partie auf der Bank – ein äusserst seltener Vorgang in Ronaldos langer Länderspielkarriere. Nach dem Spiel erklärte Jesus, dass der Entscheid nicht mit einer Verletzung zusammenhing. Portugal gewann in Oslo dank der Tore von João Félix und Gonçalo Ramos mit 2:1. Félix brachte die Gäste in der 17. Minute in Führung, ehe Erling Haaland kurz nach der Pause in der 51. Minute ausglich. Nur drei Minuten später erzielte Ramos den entscheidenden Treffer zum 2:1. Ronaldo wärmte sich zwar auf, wurde von Jesus letztlich aber nicht eingewechselt. Damit blieb Ronaldo erstmals seit der EM 2008 wieder in einem Pflichtspiel Portugals als einsatzbereiter Ersatzspieler während der gesamten Partie auf der Bank. Damals kam er im letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz nicht zum Einsatz. Zuletzt war ihm dies insgesamt im Juni 2024 beim Testspiel gegen Kroatien passiert. Der ungewöhnliche Abend erhält zusätzliche Bedeutung, weil Jorge Jesus Ronaldo erst vor wenigen Tagen ausdrücklich weiter als portugiesischen Fixpunkt eingeplant hatte.

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Schweizer U21 blamiert sich in Island – 1:5-Klatsche für Frei-Elf

Die Schweizer U21-Nationalmannschaft hat im Kampf um die EM-Teilnahme einen schweren Rückschlag erlitten. Das Team von Nationaltrainer Alex Frei verlor das wichtige Qualifikationsspiel auswärts gegen Island mit 1:5. Nach dem überzeugenden 5:0 gegen Luxemburg folgt damit nur vier Tage später ein kompletter Absturz. Die Ausgangslage vor der Partie war klar: Die Schweiz wollte mit einem Sieg in Reykjavik ihre gute Position in der Gruppe C festigen und sich vor dem abschliessenden Duell mit Frankreich eine optimale Ausgangslage verschaffen. Stattdessen entwickelte sich die Partie zu einem bitteren Abend. Island bestrafte die Schweizer Fehler konsequent und fügte der Frei-Elf die mit Abstand höchste Niederlage der laufenden Qualifikation zu. Besonders schwer wiegt der Einbruch, weil die Schweiz zuletzt aufsteigende Tendenz gezeigt hatte. Unter Frei waren zuvor drei Siege in Serie gelungen, darunter das klare 5:0 gegen Luxemburg. Bereits vor dem entscheidenden Qualifikationsblock hatte die Schweizer U21 vor drei wegweisenden Spielen gestanden. Nach der Pleite in Island hat sich die Situation nun deutlich verschärft.

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Schiedsrichter-Beben in der Türkei – MHK-Chef Gündoğdu festgenommen

Der türkische Fussball wird von einem neuen Skandal erschüttert. Ferhat Gündoğdu, Präsident des für das Schiedsrichterwesen zuständigen Merkez Hakem Kurulu (MHK), ist am Dienstag zusammen mit sechs weiteren Personen festgenommen worden. Die Ermittlungen betreffen unter anderem den Verdacht auf Manipulationen beziehungsweise Unregelmässigkeiten bei internen Schiedsrichterprozessen sowie Vorwürfe der Urkundenfälschung. Die von der Istanbuler Staatsanwaltschaft koordinierte Operation wurde gleichzeitig in Istanbul, Ankara, Elazığ und Manisa durchgeführt. Neben Gündoğdu befinden sich mehrere aktuelle und ehemalige Funktionäre aus dem türkischen Schiedsrichterwesen in Polizeigewahrsam. Grundlage der Ermittlungen sind nach Angaben der Behörden unter anderem Finanzanalysen der Behörde MASAK, Kommunikationsdaten, Aussagen von Betroffenen und Zeugen sowie Gutachten. Für den türkischen Fussball ist der Fall besonders brisant, weil die Ermittler Vorgänge untersuchen, die unmittelbar das Schiedsrichterwesen betreffen. Dabei geht es nach Angaben des türkischen Justizministers Akın Gürlek unter anderem um Klassierungen von Schiedsrichtern, Spielansetzungen, Bewertungen, Ernennungsverfahren und Regelprüfungen. Die strafrechtlichen Vorwürfe gegen die Festgenommenen sind nicht rechtskräftig beurteilt.

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Manchester City in 114 von 115 Anklagepunkten schuldig gesprochen

Manchester City hat im jahrelangen Finanzverfahren gegen die Premier League einen schweren Rückschlag erlitten. Nach übereinstimmenden Medienberichten befand die unabhängige Kommission den englischen Spitzenklub in 114 von 115 Anklagepunkten für schuldig. Eine konkrete Strafe ist allerdings noch nicht ausgesprochen worden, zudem will City gegen die Entscheidung vorgehen. Die Vorwürfe betreffen Verstösse gegen die Finanzregeln der Premier League und reichen teilweise bis in die Saison 2009/10 zurück. Im Zentrum des Verfahrens stehen unter anderem Angaben zu Sponsoringeinnahmen, finanziellen Informationen sowie Zahlungen und die Zusammenarbeit mit den Ermittlern. Die Premier League hatte Manchester City im Februar 2023 nach einer jahrelangen Untersuchung formell angeklagt. Damit ist in einem der grössten sportrechtlichen Verfahren des englischen Fussballs eine entscheidende Etappe erreicht. Noch am 25. September hatte das Verfahren gegen Manchester City sportlich und juristisch für grosse Unsicherheit gesorgt. Nun liegt nach übereinstimmenden Berichten die Entscheidung der unabhängigen Kommission vor – endgültig abgeschlossen ist der Fall wegen des erwarteten Berufungsverfahrens aber noch lange nicht.

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UEFA-Report zeigt: Schweizer Klubs verdienen kräftig an Transfers

Die Schweizer Super League steht im neuen UEFA-Vergleich in mehreren Bereichen überraschend gut da. Besonders auffällig ist der Transfermarkt: Die Schweizer Klubs nahmen zuletzt rund 89 Millionen Franken durch Spielerverkäufe ein, investierten aber lediglich etwa 45 Millionen Franken in Neuzugänge. Unter dem Strich resultiert damit ein Transferplus von rund 44 Millionen Franken. Die Zahlen stammen aus dem neuen «European Club Talent and Competition Landscape»-Report der UEFA, der mehr als 700 Klubs in Europa untersucht. Neben Transfers analysiert der Bericht unter anderem Zuschauerzahlen, eingesetzte Spieler und Trainerprofile. Für die Schweiz zeigt sich dabei ein bekanntes Modell: Die Super League kann finanziell nicht mit den grossen europäischen Ligen konkurrieren, besitzt aber weiterhin eine wichtige Rolle als Ausbildungs- und Transfermarkt. Auch auf den Tribünen bleibt der Schweizer Klubfussball bemerkenswert stabil. In der vergangenen Saison kamen im Durchschnitt 12'331 Zuschauer zu den Partien der höchsten Spielklasse. Europaweit erreichten die Stadien erneut Rekordwerte: Insgesamt besuchten 242 Millionen Menschen Klub- und Nationalmannschaftsspiele auf dem Kontinent.

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Schweiz fordert Schottland – nächster Härtetest ohne Xhaka und Embolo

Die Schweizer Nationalmannschaft trifft am Dienstagabend um 20.45 Uhr im Hampden Park auf Schottland. Nach dem überzeugenden 3:0-Auftaktsieg gegen Nordmazedonien geht die Mannschaft von Murat Yakin mit drei Punkten als Tabellenführer der Nations-League-Gruppe B1 in den zweiten Spieltag. Erneut muss die Schweiz dabei ohne Captain Granit Xhaka und Stürmer Breel Embolo auskommen. Zum Auftakt in Skopje präsentierte sich die Schweiz trotz mehrerer gewichtiger Absenzen souverän. Remo Freuler erzielte in der 23. Minute das 1:0, Zeki Amdouni erhöhte kurz vor der Pause und traf in der 74. Minute nochmals zum 3:0-Endstand. Besonders in der ersten Halbzeit dominierte die Nati mit hohem Tempo und zahlreichen Abschlüssen. Schottland startete dagegen mit einem torlosen 0:0 in Slowenien in die neue Nations-League-Kampagne. Damit wartet in Glasgow eine andere Aufgabe als drei Tage zuvor. Schottland verfügt über deutlich mehr internationale Erfahrung als Nordmazedonien und kann im Hampden Park auf ein emotionales Heimpublikum zählen. Die Schweizer Defensive blieb in Skopje ohne Gegentor, während das neu zusammengestellte Mittelfeld um Ardon Jashari und Remo Freuler auch ohne Xhaka funktionierte.

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Harry Kane krönt eine historische Saison – Deutschlands Fussballer des Jahres 2026

Harry Kane ist Deutschlands Fussballer des Jahres 2026. Der Stürmer des FC Bayern München setzte sich bei der traditionsreichen Wahl der deutschen Sportjournalistinnen und Sportjournalisten deutlich durch und krönt damit eine aussergewöhnliche Saison. Mit 272 Stimmen verwies der englische Nationalmannschaftskapitän seinen Bayern-Teamkollegen Michael Olise und den Stuttgarter Deniz Undav auf die weiteren Plätze. Gleichzeitig wurde Bayerns Vincent Kompany zum Trainer des Jahres gewählt – damit gehen zwei der wichtigsten persönlichen Auszeichnungen des deutschen Fussballs nach München.

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