Kopenhagen gegen Braga: Svensson warnt vor starker Konkurrenz
Der FC Kopenhagen startet mit einem anspruchsvollen Heimspiel gegen den SC Braga in die Ligaphase der Conference League. Am Donnerstag, 15. Oktober 2026, empfängt die Mannschaft von Bo Svensson die Portugiesen um 21.00 Uhr im Parken-Stadion. Beide Vereine verfügen über grosse internationale Erfahrung und wollen mit einem Sieg den Grundstein für eine erfolgreiche Europacup-Saison legen.
Kopenhagen musste am vergangenen Sonntag in der dänischen Superliga eine 1:2-Auswärtsniederlage gegen den FC Midtjylland hinnehmen. Nun wartet mit Braga ein Gegner, der in der vergangenen Saison den Halbfinal der Europa League erreichte. Die Portugiesen scheiterten dort knapp am SC Freiburg. Trainer Bo Svensson erwartet eine spielstarke Mannschaft, die besonders mit ihrer Ballkontrolle und taktischen Organisation überzeugt.
Die Begegnung ist auch aus Schweizer Sicht interessant. Am 10. Dezember empfängt Kopenhagen den FC Lugano in derselben Ligaphase. Für die Tessiner bietet der Auftritt gegen Braga deshalb eine Gelegenheit, ihren späteren Gegner zu beobachten. Beide Mannschaften gehören zum ersten Lostopf des Wettbewerbs und zählen damit aufgrund ihres UEFA-Koeffizienten zu den erfahrensten Teilnehmern.
Bo Svensson erwartet ein schwieriges Spiel
Der Kopenhagener Trainer machte an der Medienkonferenz vom Mittwoch deutlich, wie hoch er die Qualität des Gegners einschätzt.
Braga habe in den vergangenen Jahren regelmässig international gespielt und verfüge über eine entsprechend erfahrene Mannschaft. Besonders beeindruckt zeigt sich Svensson von der taktischen Disziplin und der Fähigkeit der Portugiesen, das Spieltempo zu kontrollieren.
Für Kopenhagen werde es entscheidend sein, die richtige Balance zwischen eigenem Ballbesitz und defensiver Stabilität zu finden.
Wer gegen Braga unkontrolliert attackiere, riskiere grosse Abstände zwischen den Mannschaftsteilen. Svensson fordert deshalb Geduld, kompakte Räume und eine konzentrierte Leistung.
Jonas Wind kehrt nach Kopenhagen zurück
Eine besondere Geschichte schreibt die Rückkehr von Jonas Wind. Der dänische Nationalstürmer, der einst für den FC Kopenhagen spielte, steht mittlerweile beim SC Braga unter Vertrag.
Wind war 2022 vom FCK zum VfL Wolfsburg gewechselt und gehört nun zur Offensive der Portugiesen.
Svensson kennt den Angreifer aus seiner Zeit als Bundesligatrainer. Er lobte dessen Spielintelligenz, Technik und Qualitäten im Strafraum.
Ob Wind von Beginn an spielt, ist offen. Der Stürmer kam bei Braga bisher nur begrenzt zum Einsatz. Dennoch erwartet Svensson einen hoch motivierten Gegner, der sich bei seiner Rückkehr in den Parken besonders präsentieren möchte.
Braga setzt auf Ballkontrolle und Erfahrung
Die Portugiesen werden seit Sommer 2025 von Carlos Vicens trainiert. Der Spanier arbeitete zuvor mehrere Jahre als Assistent von Pep Guardiola bei Manchester City.
Entsprechend legt Vicens grossen Wert auf Positionsspiel, kontrollierten Spielaufbau und flexible taktische Abläufe.
Braga spielt häufig mit einer Dreierabwehr und offensiv ausgerichteten Aussenbahnspielern.
Zu den wichtigsten Akteuren gehört Kapitän Ricardo Horta. Der portugiesische Nationalspieler ist seit 2016 im Verein und gilt als einer der prägendsten Offensivspieler der Klubgeschichte.
Auch der erfahrene João Moutinho sorgt im Mittelfeld für Struktur und Spielkontrolle.
Den Einzug in die Ligaphase sicherte sich Braga über Dinamo Minsk und Austria Wien. Gegen die Österreicher gewannen die Portugiesen das Heimspiel mit 2:0 und erreichten auswärts ein torloses Unentschieden.
Kopenhagen muss seine Kräfte einteilen
Auf die Mannschaft von Svensson wartet ein intensives Programm. Neben der Conference League stehen weiterhin die dänische Meisterschaft und der nationale Pokal auf dem Spielplan.
Bereits am Sonntag empfängt Kopenhagen Aarhus in der Superliga.
Svensson kündigte deshalb an, die Einsatzzeiten innerhalb des Kaders sorgfältig verteilen zu müssen. Besonders im offensiven Mittelfeld und im Angriff seien regelmässige Wechsel wichtig.
Für Kopenhagen gehört die Teilnahme an mehreren Wettbewerben allerdings zum sportlichen Selbstverständnis. Der Klub nimmt bereits zum 19. Mal innerhalb von 21 Spielzeiten an einer europäischen Hauptphase teil.
FC Lugano beobachtet seinen späteren Gegner
Besonders interessant ist die Begegnung auch mit Blick auf den Schweizer Europacup-Herbst.
Der FC Lugano gastiert am 10. Dezember im Parken-Stadion. Schon die Auslosung der Conference League für die Schweizer Vertreter hatte den Tessinern ein anspruchsvolles Programm beschert.
Kopenhagen trifft nach Braga auf Roter Stern Belgrad, Iberia Tbilisi und Inter Club d’Escaldes. Danach folgt die Partie gegen Lugano, bevor die Ligaphase in Rumänien abgeschlossen wird.
Die besten acht Mannschaften erreichen direkt den Achtelfinal. Für die Plätze neun bis 24 folgen die K.-o.-Playoffs.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert