Ski-WM 2027: Raphaëlle Favre Schnyder und Diego Züger übernehmen die Führung
Die Ski-Weltmeisterschaften 2027 in Crans-Montana erhalten eine neue Führung. Raphaëlle Favre Schnyder und Diego Züger übernehmen gemeinsam das Präsidium des Organisationskomitees. Die beiden wurden am Donnerstag, 15. Oktober 2026, an einer ausserordentlichen Generalversammlung einstimmig gewählt. Damit ist die Nachfolge von Claude-Alain Schmidhalter geregelt, der Anfang Oktober zurückgetreten war.
Favre Schnyder ist Walliser Rechtsanwältin und gehört seit 2024 dem Präsidium von Swiss-Ski an. Züger ist Co-CEO des Schweizer Skiverbands und verantwortet den kommerziellen Bereich. Beide waren bereits Mitglieder des WM-Vorstands und kennen deshalb die laufenden Vorbereitungen. Sie ersetzen die bisherige Übergangslösung mit Sébastien Rey und Diego Züger.
Die Entscheidung fällt weniger als vier Monate vor Beginn der Heim-Weltmeisterschaften. Vom 1. bis 14. Februar 2027 werden in Crans-Montana die alpinen WM-Titel vergeben. Nach den Turbulenzen um Schmidhalters Rücktritt soll die neue Doppelspitze die strategische Führung sicherstellen. Das operative Organisationskomitee arbeitet weiterhin unter Geschäftsführer Didier Défago.
Neue Doppelspitze nach dem Rücktritt
Die ausserordentliche Generalversammlung des Vereins Crans-Montana 2027 hat die Nachfolge von Claude-Alain Schmidhalter geregelt.
Die Wahl fällt einstimmig auf zwei Personen, die bereits mit den Organisationsstrukturen vertraut sind.
Schmidhalter war am 7. Oktober zunächst von seinen Funktionen suspendiert worden und trat kurz darauf von seinen Ämtern bei Swiss-Ski und im WM-Organisationskomitee zurück.
Hintergrund ist ein laufendes Strafverfahren. Für den 27. Oktober ist ein Gerichtstermin vor dem Bezirksgericht Brig vorgesehen.
Bis zur Neuwahl führten Sébastien Rey und Diego Züger das Präsidium interimistisch.
Raphaëlle Favre Schnyder vertritt das Wallis
Die neue Co-Präsidentin ist als Rechtsanwältin im Wallis tätig.
Seit 2024 gehört Favre Schnyder dem Präsidium von Swiss-Ski an. Dort vertritt sie die Interregion West.
Im September 2025 rückte sie zudem in den Vorstand der Organisation Crans-Montana 2027 ein.
Sie kennt dadurch sowohl die Strukturen des nationalen Skiverbands als auch die Anliegen der Region.
Die Verbindung zwischen lokalen Behörden, Veranstaltern und Sportverbänden wird in den verbleibenden Monaten besonders wichtig sein.
Diego Züger bringt Verbandserfahrung ein
Der zweite Co-Präsident übernimmt bereits seit mehreren Jahren Führungsverantwortung bei Swiss-Ski.
Als Co-CEO betreut Diego Züger insbesondere die kommerziellen Aktivitäten des Verbandes.
Dazu gehören unter anderem Partnerschaften, Vermarktung und wirtschaftliche Fragen.
Im WM-Vorstand vertritt er Swiss-Ski bereits seit längerer Zeit. Nach Schmidhalters Rücktritt übernahm er gemeinsam mit Sébastien Rey vorübergehend die Leitung.
Seine erneute Wahl gewährleistet Kontinuität in der strategischen Führung.
Didier Défago bleibt für das Tagesgeschäft verantwortlich
Die Präsidiumswechsel betreffen das strategische Führungsgremium.
Für die operative Organisation bleibt weiterhin der frühere Schweizer Abfahrts-Olympiasieger Didier Défago als CEO zuständig.
Unter seiner Leitung arbeiten die Verantwortlichen an den Sportanlagen, der Sicherheit, der Mobilität und den Abläufen für Zuschauer sowie Mannschaften.
Das Organisationskomitee muss dabei zahlreiche Partner koordinieren.
Neben Swiss-Ski und dem internationalen Verband FIS sind insbesondere die Walliser Behörden und die Veranstaltungsregion eingebunden.
WM-Vorbereitungen gehen in die Schlussphase
Crans-Montana hat bereits umfangreiche Erfahrung mit internationalen Skirennen.
Die regelmässigen Weltcup-Veranstaltungen dienen auch als Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften.
Nun stehen die letzten organisatorischen Aufgaben im Mittelpunkt.
Dazu gehören die Renninfrastruktur, die Transportorganisation, die Unterbringung der Delegationen und der Betrieb der Zuschauerbereiche.
Die alpine WM bleibt zugleich ein bedeutendes Ereignis für den Schweizer Schneesport.
Die Beibehaltung des bisherigen WM-Rhythmus unterstreicht die Bedeutung der Titelkämpfe in Crans-Montana als nächsten grossen Höhepunkt des internationalen alpinen Skisports.
Klare Zuständigkeiten für die Heim-WM
Mit der Neuwahl sind die Führungspositionen an der Spitze des Organisationskomitees wieder besetzt.
Favre Schnyder und Züger übernehmen gemeinsam die strategische Verantwortung, während Défago mit seinem Team die praktische Durchführung vorbereitet.
Damit soll sich die Aufmerksamkeit wieder stärker auf die sportlichen und organisatorischen Aufgaben richten.
Am 1. Februar 2027 beginnt in Crans-Montana das WM-Programm. Bis zum Abschluss am 14. Februar werden die neuen Verantwortlichen an der Umsetzung eines der wichtigsten Schweizer Sportereignisse des Winters gemessen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert