Bahnrad-WM: Schweizer verpassen die Finals – Dänemark und Grossbritannien holen Gold
Die Schweizer Bahnrad-Teams bleiben an den Weltmeisterschaften in Shanghai in der Mannschaftsverfolgung ohne Spitzenplatzierung. Die Männer belegen in der Qualifikation Rang zwölf, die Frauen werden Dreizehnte. Beide Quartette verpassen damit die entscheidenden Runden. Die Weltmeistertitel gehen am Donnerstag, 15. Oktober 2026, an Dänemark bei den Männern und Grossbritannien bei den Frauen.
Der Schweizer Männer-Vierer absolviert die 4000 Meter in 3:53,815 Minuten und verliert 8,824 Sekunden auf Qualifikationssieger Dänemark. Die Schweizer Frauen benötigen 4:21,491 Minuten. Ihnen fehlen 13,436 Sekunden auf das britische Team, das die Qualifikation gewinnt. Für den Einzug in die nächste Runde wäre bei beiden Schweizer Formationen ein Platz unter den ersten acht notwendig gewesen.
In den Medaillenrennen setzt sich Dänemark bei den Männern gegen Italien durch. Grossbritannien sichert sich Bronze. Bei den Frauen gewinnt das britische Quartett vor Titelverteidiger Italien und Deutschland. Für die Schweizer Delegation ist es nach dem 15. Rang von Aline Seitz im Scratch ein weiterer schwieriger WM-Tag. Bis Sonntag stehen in Shanghai allerdings noch zahlreiche Entscheidungen an.
Schweizer Männer verlieren Zeit auf die Spitze
In der Qualifikation der Männer setzt Dänemark mit 3:44,991 Minuten die Bestzeit.
Grossbritannien folgt in 3:47,154 Minuten vor Italien, das 3:47,272 Minuten benötigt.
Die Schweizer Mannschaft erreicht mit 3:53,815 Minuten den zwölften Platz unter 18 Nationen.
Damit liegen zwischen der Schweiz und dem achten Qualifikationsrang von Frankreich 2,198 Sekunden.
Die Unterschiede sind auf der 4000 Meter langen Strecke entscheidend. Das Zusammenspiel der Fahrer, der Luftwiderstand und die regelmässigen Führungswechsel beeinflussen die Endzeit erheblich.
Dänemark verteidigt seine Vormachtstellung
Im weiteren Verlauf bestätigen die Dänen ihre starke Qualifikation.
Im Final gegen Italien steigert sich das Team auf 3:40,865 Minuten. Die Italiener erreichen nach 3:45,596 Minuten das Ziel.
Damit gewinnt Dänemark zum vierten Mal hintereinander den Weltmeistertitel in der Mannschaftsverfolgung.
Grossbritannien sichert sich im kleinen Final gegen Frankreich die Bronzemedaille.
Die Ergebnisse zeigen, wie hoch das internationale Niveau in dieser Disziplin inzwischen ist.
Schweizer Frauen auf dem 13. Platz
Auch das Schweizer Frauenquartett verpasst den Sprung in die nächste Runde.
Mit 4:21,491 Minuten klassiert sich die Mannschaft auf Rang 13 unter 16 gestarteten Teams.
Die Qualifikation gewinnt Grossbritannien in 4:08,055 Minuten vor Deutschland und Italien.
Für die achte Position benötigt Frankreich 4:15,510 Minuten. Der Schweizer Rückstand auf diesen Platz beträgt knapp sechs Sekunden.
Damit endet die Mannschaftsverfolgung für die Schweizerinnen bereits nach dem ersten Auftritt.
Grossbritannien gewinnt Gold vor Italien
Im Frauenfinal kommt es zum Duell zwischen Titelverteidiger Italien und Grossbritannien.
Zunächst liegen die Italienerinnen vorne. Doch das britische Quartett mit Anna Morris, Millie Couzens, Josie Knight und Erin Boothman übernimmt im Verlauf der 4000 Meter die Führung.
Die Britinnen gewinnen in 4:04,610 Minuten und distanzieren Italien um mehr als fünf Sekunden.
Bronze holt Deutschland mit einem knappen Erfolg über die Niederlande.
Für Grossbritannien ist es ein wichtiger Triumph mit einer teilweise neu zusammengestellten Formation.
Schwieriger Schweizer WM-Auftakt
Bereits am Mittwoch hatte die Schweizerin Aline Seitz im Scratch den 15. Platz belegt.
Die Aargauerin konnte damit nicht an ihre Silbermedaille bei den Europameisterschaften im Februar anknüpfen.
Der WM-Auftakt von Aline Seitz und die Resultate der beiden Verfolgungsteams zeigen, dass der Schweiz in Shanghai bisher ein Spitzenresultat fehlt.
Die Bahnrad-WM ist jedoch noch nicht abgeschlossen.
Bis Sonntag weitere Medaillenentscheidungen
Die Weltmeisterschaften dauern insgesamt fünf Tage.
Auf dem Programm stehen weitere Ausdauer- und Sprintdisziplinen, darunter Omnium, Madison, Keirin und Punktefahren.
Die Schweiz kann damit bei den noch ausstehenden Rennen weitere Erfahrungen und Platzierungen sammeln.
Die Mannschaftsverfolgung bleibt zugleich ein wichtiger Gradmesser für die längerfristige internationale Entwicklung. Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles ist insbesondere der Abstand zu den führenden Nationen von Bedeutung.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert