Aleksander Aamodt Kilde reisst sich die Achillessehne – nächster schwerer Rückschlag
Der norwegische Ski-Star Aleksander Aamodt Kilde hat sich erneut schwer verletzt. Der 34-Jährige erlitt am Mittwoch, 14. Oktober 2026, bei einem Abfahrtstraining in Chile einen Achillessehnenriss. Das bestätigte der norwegische Skiverband am Donnerstagnachmittag. Für den ehemaligen Gesamtweltcupsieger ist es nach seiner langen Verletzungspause der nächste schwere Rückschlag.
Kilde reist von Chile nach Innsbruck, wo er sich weiteren medizinischen Untersuchungen unterziehen wird. Gemeinsam mit seinem vertrauten Ärzteteam sollen die Behandlungsmöglichkeiten beurteilt werden. Wie lange der Speed-Spezialist ausfallen wird, steht noch nicht fest. Der norwegische Skiverband kündigte weitere Informationen an, sobald die medizinischen Abklärungen abgeschlossen sind.
Die Verletzung trifft Kilde in einer besonders schwierigen Phase seiner Karriere. Nach seinem schweren Sturz bei der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen im Januar 2024 hatte er sich über viele Monate zurückkämpfen müssen. Im November 2025 kehrte er in den Weltcup zurück, beendete die Saison jedoch vorzeitig und verzichtete auf die Olympischen Winterspiele 2026. Nun gerät auch die Vorbereitung auf den kommenden Winter ins Stocken.
Trainingssturz in Chile beendet die Vorbereitung
Aleksander Aamodt Kilde bereitet sich mit der norwegischen Speed-Mannschaft in Südamerika auf die kommende Weltcupsaison vor.
Während eines Abfahrtstrainings am Mittwoch kommt es zu einem Sturz. Dabei zieht sich der 34-Jährige einen Achillessehnenriss zu.
Am Donnerstag bestätigt der norwegische Skiverband die Diagnose.
Der Rennfahrer reist nach Innsbruck zurück. Dort soll sein medizinisches Team weitere Untersuchungen durchführen und über die Behandlung entscheiden.
Der schwere Sturz von Wengen wirkt nach
Die neue Verletzung trifft Kilde nach einer aussergewöhnlich langen Leidenszeit.
Am 13. Januar 2024 stürzt der Norweger bei der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen kurz vor dem Ziel schwer.
Er erleidet eine tiefe Schnittverletzung an der rechten Wade mit Nervenschädigung sowie schwere Verletzungen an der Schulter.
Mehrere Operationen werden notwendig. Eine spätere Infektion erschwert die Genesung zusätzlich.
Zeitweise ist Kilde auf einen Rollstuhl angewiesen. Seine Rückkehr in den Spitzensport bleibt über viele Monate ungewiss.
Comeback nach fast zwei Jahren
Im November 2025 gelingt Kilde die Rückkehr in den Weltcup.
Der Norweger bestreitet wieder Speed-Rennen, kann aber zunächst nicht an seine früheren Spitzenleistungen anknüpfen.
Sein bestes Resultat nach dem Comeback ist Rang elf bei der Abfahrt in Beaver Creek im Dezember 2025.
Im Februar 2026 beendet er seine Saison vorzeitig. Sein Körper benötige mehr Erholungszeit, erklärt er damals.
Dadurch verpasst Kilde auch die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo.
Einer der erfolgreichsten Speed-Fahrer seiner Generation
Kilde gehört seit Jahren zu den herausragenden Abfahrts- und Super-G-Spezialisten.
Er gewann 21 Weltcuprennen und sicherte sich 2020 den Gesamtweltcup.
Dazu kommen mehrere Disziplinenwertungen sowie olympische Medaillen von Peking 2022.
Besonders eindrücklich war seine Rivalität mit Marco Odermatt.
Bei der Weltmeisterschaft 2023 in Courchevel gewann der Schweizer die Abfahrt vor Kilde. Der Norweger verlor auf Odermatts WM-Siegesstrecke in Courchevel lediglich 48 Hundertstelsekunden.
Speed-Saison beginnt im Dezember
Der alpine Weltcup startet am 24. und 25. Oktober mit den Riesenslaloms in Sölden.
Die ersten Speed-Rennen folgen Anfang Dezember in Beaver Creek.
Für Kilde rückt zunächst die medizinische Behandlung in den Vordergrund. Ein Zeitplan für die Rückkehr in den Rennsport liegt noch nicht vor.
Der norwegische Skiverband will weitere Informationen veröffentlichen, sobald die Untersuchungen in Innsbruck abgeschlossen sind.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert