Juventus will bei Celta Vigo nachlegen
Juventus Turin gastiert am Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 21.00 Uhr bei Celta Vigo. Die Italiener wollen nach ihrem 5:0-Auftaktsieg gegen NEC Nijmegen in der Europa League nachlegen. Celta steht nach der 0:1-Niederlage bei Omonia Nikosia unter Druck. Im Estadio Balaídos erwartet Juventus allerdings einen Gegner, der vor heimischem Publikum besonders gefährlich werden kann.
Die Mannschaft von Luciano Spalletti reist mit einer starken internationalen Auftaktleistung nach Spanien. In der Serie A kam Juventus zuletzt bei Cagliari dagegen nicht über ein 1:1 hinaus. Randal Kolo Muani rettete den Turinern mit seinem späten Ausgleich einen Punkt. Celta spielte am Wochenende gegen Elche 0:0 und sucht weiterhin nach offensiver Konstanz.
Die Begegnung besitzt auch für die Schweizer Fussballberichterstattung Bedeutung. Juventus gehört zu den prominentesten Teilnehmern der Europa League und will nach dem Verpassen der Champions League wieder international überzeugen. Das jüngste Unentschieden gegen Cagliari zeigte jedoch, dass die Mannschaft ihre Chancen nicht immer konsequent nutzt.
Juventus startete mit fünf Toren
Der italienische Rekordmeister setzte zum Auftakt ein deutliches Zeichen. Beim 5:0 gegen NEC Nijmegen überzeugte die Mannschaft mit hoher Effizienz.
Nico González eröffnete früh den Torreigen. Auch Kerim Alajbegovic, Nick Woltemade, Zeki Çelik und Randal Kolo Muani trafen.
Besonders bemerkenswert: Juventus benötigte lediglich elf Abschlüsse für fünf Tore.
Damit führt die Mannschaft nach dem ersten Spieltag die gemeinsame Europa-League-Tabelle an.
Trainer Spalletti möchte diese Leistung nun gegen einen wesentlich erfahreneren Gegner bestätigen.
Celta erinnert sich an den Triumph von 2000
Das Wiedersehen weckt Erinnerungen an einen besonderen Europacup-Abend.
In der Saison 1999/2000 trafen beide Mannschaften im UEFA-Cup-Achtelfinal aufeinander.
Juventus gewann das Hinspiel mit 1:0. Im Rückspiel gelang Celta jedoch eine eindrucksvolle Wende.
Die Spanier besiegten die Italiener in Vigo mit 4:0 und erreichten die nächste Runde.
Damals standen bei Juventus unter anderem Zinédine Zidane, Alessandro Del Piero und Edgar Davids unter Vertrag.
Für Celta zählt jener Erfolg bis heute zu den herausragenden internationalen Auftritten seiner Vereinsgeschichte.
Spalletti muss mehrere Ausfälle verkraften
Juventus reist mit personellen Problemen nach Galicien.
Kenan Yıldız, Manuel Locatelli und Khéphren Thuram stehen nicht zur Verfügung. Auch Jérémie Boga und Jeff Ekhator fehlen.
Damit muss Spalletti besonders im Mittelfeld und in der Offensive umstellen.
Im Aufgebot stehen unter anderem Teun Koopmeiners, Weston McKennie, Douglas Luiz und Francisco Conceição.
Auch Nico González, Randal Kolo Muani und Nick Woltemade reisen mit.
Gerade die offensive Vielfalt könnte gegen Celta entscheidend werden.
Nico González übernimmt wichtige Rolle
Der argentinische Offensivspieler hat sich unter Spalletti wieder in den Vordergrund gespielt.
González verlängerte kürzlich seinen Vertrag bei Juventus bis 2030.
Beim Europacup-Auftakt gegen NEC erzielte er den ersten Treffer und unterstrich seine Bedeutung für die Mannschaft.
Mit seiner Beweglichkeit und seinem direkten Zug zum Tor bietet er Juventus zusätzliche Möglichkeiten.
Auch Francisco Conceição kann über die Aussenbahnen Druck entwickeln.
Im Sturm verfügt Spalletti mit Kolo Muani und Woltemade über unterschiedliche Spielertypen.
Celta mit Problemen im Angriff
Bei den Gastgebern fehlen ebenfalls wichtige Spieler.
Borja Iglesias und Pablo Durán fallen verletzungsbedingt aus. Auch Carl Starfelt, Miguel Román und Jones El-Abdellaoui stehen nicht im Kader.
Trainer Claudio Giráldez muss deshalb mehrere Positionen neu besetzen.
Mit Iago Aspas, Ferran Jutglà und Williot Swedberg stehen dennoch erfahrene beziehungsweise technisch starke Offensivspieler zur Verfügung.
Im Mittelfeld gehören Ilaix Moriba und Aleix Febas zu den wichtigen Anspielstationen.
Celta wird versuchen, mit kontrolliertem Ballbesitz und schnellen Angriffen über die Aussenbahnen Chancen herauszuspielen.
Heimstärke als Hoffnung für die Spanier
Trotz der unterschiedlichen Ausgangslage dürfte Juventus keine einfache Aufgabe erwarten.
Celta hat im eigenen Stadion bereits mehrfach bewiesen, dass die Mannschaft gegen international renommierte Gegner bestehen kann.
Zudem gelang den Spaniern beim ersten Europa-League-Spiel gegen Omonia Nikosia trotz der Niederlage eine hohe Passgenauigkeit.
Auch Juventus muss aufmerksam bleiben. Gegen Cagliari benötigten die Turiner bis zur 81. Minute, um den Ausgleich zu erzielen.
Ein früher Führungstreffer könnte deshalb für beide Mannschaften eine wichtige Rolle spielen.
Wichtige Punkte für die Ligaphase
In der Europa League kämpfen 36 Mannschaften um den Einzug in die K.-o.-Phase.
Die besten acht Clubs erreichen direkt den Achtelfinal. Die Mannschaften auf den Plätzen neun bis 24 bestreiten zusätzliche Playoffs.
Juventus möchte seine Spitzenposition ausbauen und mit einem zweiten Sieg frühzeitig eine gute Grundlage schaffen.
Celta dagegen will vor heimischem Publikum die ersten Punkte holen.
Die Begegnung bietet damit einen interessanten Vergleich zwischen der offensiven Effizienz der Italiener und der Heimstärke der Spanier.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert