Frauen-Nati: WM-Entscheidung am 5. Dezember in Wien
Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft kennt die Termine für ihre entscheidenden WM-Playoff-Spiele gegen Österreich. Das Team von Nationaltrainer Rafel Navarro bestreitet das Hinspiel am Dienstag, 1. Dezember 2026, in der Schweiz. Die Entscheidung fällt am Samstag, 5. Dezember, im Franz-Horr-Stadion in Wien. Der Austragungsort der ersten Begegnung ist noch offen.
Die Schweizerinnen haben sich mit zwei Siegen gegen Israel für die zweite Playoff-Runde qualifiziert. Auf das spektakuläre 7:3 im Hinspiel folgte ein souveräner 2:0-Heimerfolg in Sitten. Österreich setzte sich seinerseits gegen Kosovo mit einem Gesamtergebnis von 6:1 durch. Damit treffen Anfang Dezember zwei Nachbarländer aufeinander, die beide unbedingt an die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien reisen wollen.
Für die Schweiz geht es um die dritte WM-Teilnahme nach 2015 und 2023. Österreich strebt dagegen seine erste Teilnahme an einer Frauen-Weltmeisterschaft an. Nach der erfolgreichen ersten Playoff-Runde gegen Israel wartet auf die Schweizerinnen nun eine deutlich anspruchsvollere Aufgabe. Die beiden Begegnungen entscheiden über den weiteren Weg nach Brasilien.
Die Entscheidung fällt in Wien
Das Rückspiel findet am 5. Dezember im Franz-Horr-Stadion statt, der Heimstätte von Austria Wien.
Der österreichische Fussballverband hat den Austragungsort gemeinsam mit dem Wiener Verein festgelegt.
Österreichs Nationaltrainer Lars Söndergaard freut sich auf die Unterstützung des heimischen Publikums. Für seine Mannschaft bietet sich eine historische Gelegenheit.
Noch nie konnten sich die Österreicherinnen für eine Frauen-Weltmeisterschaft qualifizieren.
Die Schweiz hat dagegen bereits zweimal an einer Endrunde teilgenommen und will ihre internationale Entwicklung fortsetzen.
Schweiz überzeugt gegen Israel
Die Mannschaft von Rafel Navarro hat die erste Playoff-Hürde souverän gemeistert.
Beim Hinspiel im ungarischen Mezőkövesd setzte sich die Schweiz mit 7:3 durch. Riola Xhemaili und Lia Kamber erzielten jeweils zwei Treffer.
Vier Tage später folgte in Sitten ein kontrollierter 2:0-Erfolg.
Iman Beney brachte die Schweizerinnen in der 30. Minute in Führung. Julia Stierli sorgte in der Nachspielzeit mit einem direkt verwandelten Freistoss für den Endstand.
Besonders erfreulich war die verbesserte Defensivleistung. Nach drei Gegentoren im Hinspiel blieb die Schweiz diesmal ohne Gegentreffer.
Gegen Österreich dürfte diese Stabilität besonders wichtig werden.
Österreich ebenfalls mit zwei Siegen
Die Österreicherinnen haben ihre erste Playoff-Runde gegen Kosovo ebenfalls erfolgreich abgeschlossen.
Auf einen 2:1-Auswärtssieg in Pristina folgte ein überzeugendes 4:0 vor eigenem Publikum.
Damit erreichte die Mannschaft von Söndergaard die zweite Runde mit einem Gesamtergebnis von 6:1.
Zu den wichtigen Spielerinnen gehören Sarah Zadrazil, Marie Höbinger und Virginia Kirchberger-Prohaska.
Österreich verfügt über zahlreiche international erfahrene Fussballerinnen und dürfte den Schweizerinnen deutlich mehr Widerstand bieten als Israel.
Schweiz muss zuhause vorlegen
Das Hinspiel am 1. Dezember erhält besondere Bedeutung.
Die Schweiz besitzt den Heimvorteil, während Österreich die entscheidende zweite Partie vor eigenem Publikum bestreiten darf.
Für Navarro wird es darum gehen, eine ausgewogene Mischung aus offensivem Druck und defensiver Stabilität zu finden.
Mit Géraldine Reuteler, Iman Beney, Sydney Schertenleib und Riola Xhemaili verfügt die Schweiz über verschiedene Möglichkeiten im Angriff.
Im Rückspiel dürfte besonders entscheidend sein, wie gut die Mannschaft mit dem Druck und der Atmosphäre im Wiener Stadion umgehen kann.
Der Weg zur WM 2027
Die Weltmeisterschaft in Brasilien findet vom 24. Juni bis 25. Juli 2027 statt.
Vier europäische Mannschaften haben sich bereits direkt qualifiziert: Dänemark, Frankreich, Deutschland und Spanien.
Weitere sieben direkte Plätze werden über die zweite Playoff-Runde vergeben.
Die acht Siegerinnen der entsprechenden Duelle werden anhand der UEFA-Gesamtrangliste der Qualifikation eingeordnet. Die sieben bestplatzierten erreichen Brasilien direkt, während die verbleibende Mannschaft das interkontinentale Playoff bestreiten muss.
Für die Schweiz steht zunächst das sportliche Duell mit Österreich im Mittelpunkt. Am 5. Dezember wird feststehen, ob die Nati ihren nächsten grossen Schritt Richtung Brasilien geschafft hat.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert