FC Thun fordert Twente zum Europacup-Auftakt

Der FC Thun startet am Donnerstagabend in die Ligaphase der Conference League. Der Schweizer Meister gastiert um 21.00 Uhr beim niederländischen FC Twente in Enschede. Nach einem schwierigen Saisonstart in der Super League wollen die Berner Oberländer auf europäischer Bühne ein Zeichen setzen. Allerdings wartet mit Twente ein formstarker Gegner, der vor eigenem Publikum die ersten drei Punkte anstrebt.

Die Mannschaft von Gian-Luca Privitelli reist nach der 2:4-Niederlage beim FC Zürich mit gemischten Gefühlen in die Niederlande. In der Meisterschaft steht Thun nach zehn Partien mit zehn Punkten lediglich auf Rang neun. Twente befindet sich dagegen in einer deutlich stabileren Verfassung und ist seit acht Pflichtspielen ungeschlagen. Zuletzt resultierte ein 1:1 bei Fortuna Sittard.

Für den FC Thun beginnt damit ein weiterer bedeutender Abschnitt seiner Vereinsgeschichte. Nach dem erstmaligen Gewinn der Schweizer Meisterschaft 2025/26 und den anschliessenden Qualifikationsrunden tritt der Klub nun gegen sechs europäische Gegner an. Neben Twente warten unter anderem Ajax Amsterdam, Hajduk Split und KAA Gent.

SOCCER.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Begegnung: FC Twente – FC Thun.
Termin: Donnerstag, 15. Oktober 2026, 21.00 Uhr.
Wettbewerb: Conference League, 1. Spieltag der Ligaphase.
Spielort: De Grolsch Veste, Enschede.
Schiedsrichter: Genc Nuza (Kosovo).
Was das bedeutet
Thun erhält die Gelegenheit, nach den jüngsten Rückschlägen neues Selbstvertrauen zu gewinnen. Ein Punktgewinn in Enschede wäre mit Blick auf die verbleibenden fünf Begegnungen eine wertvolle Ausgangslage im Kampf um die K.-o.-Phase.

Thun sucht nach der verlorenen Stabilität

Die vergangene Saison verlief für den FC Thun aussergewöhnlich erfolgreich. Der Aufsteiger überraschte die gesamte Super League und sicherte sich unter Mauro Lustrinelli erstmals den Schweizer Meistertitel.

Nach Lustrinellis Wechsel zu Union Berlin übernahm Gian-Luca Privitelli die Verantwortung. Unter dem neuen Trainer fanden die Berner Oberländer bisher jedoch nicht zur Konstanz der Meistersaison zurück.

Besonders die Defensive bereitet Sorgen. Bei der jüngsten 2:4-Niederlage gegen den FC Zürich kassierte Thun vier Gegentore und musste nach dem Platzverweis gegen Jan Bamert die Schlussphase in Unterzahl bestreiten.

In Enschede wird deshalb eine konzentrierte Defensivleistung nötig sein. Gleichzeitig muss Thun die eigenen offensiven Möglichkeiten konsequent nutzen.

Brighton Labeau als wichtige Offensivwaffe

Besondere Hoffnungen ruhen auf Brighton Labeau. Der Stürmer aus Martinique überzeugte während der europäischen Qualifikation mit vier Treffern in fünf Einsätzen.

Für Thun begann der internationale Weg im Sommer zunächst in der Champions-League-Qualifikation. Gegen Dinamo Zagreb mussten sich die Berner Oberländer geschlagen geben.

Anschliessend setzte sich der Schweizer Meister in der Europa-League-Qualifikation gegen Víkingur aus Island durch, bevor gegen Lech Poznań Endstation war.

Dadurch erreichte Thun die Ligaphase der Conference League. Für die Mannschaft bedeutet dies sechs weitere internationale Begegnungen und die Möglichkeit, sich gegen namhafte europäische Gegner zu beweisen.

Twente mit klaren Ambitionen

Auch der FC Twente hat sich über mehrere Qualifikationsrunden für die Ligaphase qualifiziert. Die Niederländer setzten sich gegen Ferencváros, DAC 1904 und Qarabağ durch.

Trainer John van den Brom machte an der Medienkonferenz am Mittwoch deutlich, dass seine Mannschaft die nächste Runde erreichen möchte.

Van den Brom verfügt über internationale Erfahrung. Mit Lech Poznań erreichte er 2023 den Viertelfinal der Conference League.

Offensivspieler Younes Taha warnte gleichzeitig davor, den Schweizer Meister zu unterschätzen. Twente müsse von Beginn an konzentriert auftreten und seine Qualitäten ausspielen.

Twente muss auf mehrere Spieler verzichten

Die Gastgeber gehen mit personellen Einschränkungen in die Partie. Torhüter Lars Unnerstall und Verteidiger Max Bruns sind weiterhin nicht einsatzbereit.

Auch Stav Lemkin gehört noch nicht zum Aufgebot, obwohl er am Mittwoch wieder mit der Mannschaft trainierte.

Dafür kehren Filip Thorvaldsen und Sondre Ørjasæter zurück. Beide können Twentes Offensivspiel über die Aussenbahnen zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.

Für Thun dürfte es entscheidend sein, die Räume zwischen Abwehr und Mittelfeld eng zu halten und schnelle Gegenangriffe der Niederländer zu unterbinden.

Ajax Amsterdam als weiteres Highlight

Nach dem Auftakt gegen Twente folgt für die Berner Oberländer bereits am 22. Oktober das erste Heimspiel gegen Hajduk Split.

Anschliessend stehen Begegnungen mit den Hearts aus Edinburgh und Ajax Amsterdam auf dem Programm. Im Dezember folgen KAA Gent und CSKA Sofia.

Die besten acht Mannschaften der gemeinsamen Ligatabelle qualifizieren sich direkt für den Achtelfinal. Die Teams auf den Rängen neun bis 24 bestreiten die K.-o.-Playoffs.

Für Thun ist deshalb jeder Punkt wertvoll. Ein erfolgreicher Auftakt in den Niederlanden könnte auch für die weiteren Aufgaben in der Super League wichtige Impulse geben.

AKTUELLER STAND
Conference League 2026/27 – FC Thun
14. Oktober 2026 · Spielplan der Ligaphase
Gegner Datum Ort Zeit
FC Twente 15.10. Ausw. 21.00
Hajduk Split 22.10. Heim 21.00
Hearts 05.11. Heim 18.45
Ajax Amsterdam 26.11. Ausw. 18.45
KAA Gent 10.12. Heim 21.00
CSKA Sofia 17.12. Ausw. 21.00

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert

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