Bencic scheitert in Wuhan deutlich an Kartal
Belinda Bencic erlebt beim WTA-1000-Turnier in Wuhan eine herbe Enttäuschung. Die Schweizer Weltnummer 12 verliert am Mittwoch, 14. Oktober 2026, gegen die Britin Sonay Kartal mit 0:6, 5:7 und scheidet bereits nach ihrem ersten Einsatz aus. Besonders der erste Satz verläuft für die 29-jährige Ostschweizerin desaströs. Gegen die Nummer 170 der Weltrangliste findet Bencic zunächst überhaupt nicht ins Spiel.
Kartal dominiert den ersten Durchgang und gewinnt sämtliche sechs Games. Nach nur 27 Minuten steht es 6:0 für die Britin. Im zweiten Satz zeigt Bencic eine Reaktion und erarbeitet sich zwischenzeitlich einen Breakvorsprung zum 3:1. Doch die Schweizerin kann ihre Führung nicht behaupten und verliert schliesslich auch den zweiten Durchgang mit 5:7.
Für Bencic endet damit bereits das zweite grosse Turnier in China innerhalb weniger Wochen enttäuschend. Nach ihrer Niederlage gegen Ann Li in Peking gelingt ihr auch in Wuhan kein längerer Turnierlauf. Kartal feiert dagegen einen ihrer bedeutendsten Siege und trifft im Achtelfinal auf die Italienerin Jasmine Paolini.
Ein erster Satz zum Vergessen
Bencic findet gegen die aggressive Spielweise ihrer britischen Gegnerin zunächst keine Antwort.
Kartal beginnt hochkonzentriert, attackiert früh und setzt die Schweizerin bei deren Aufschlagspielen ständig unter Druck.
Bereits im ersten Game nimmt die Britin Bencic den Service ab. Anschliessend baut sie ihre Führung kontinuierlich aus.
Die Schweizerin produziert zahlreiche Fehler und kann ihre gewohnte Präzision von der Grundlinie nicht entwickeln.
Nach nur 27 Minuten ist der erste Satz beendet. Kartal gewinnt ihn mit 6:0 und setzt damit ein deutliches Zeichen.
Bencic kämpft sich zurück
Im zweiten Durchgang verbessert sich das Spiel der Ostschweizerin zunächst spürbar.
Sie gewinnt ihr erstes Aufschlagspiel und beginnt, längere Ballwechsel erfolgreicher zu gestalten.
Beim Stand von 2:1 gelingt ihr ein Break zur 3:1-Führung. Erstmals scheint Bencic die Partie unter Kontrolle bringen zu können.
Doch Kartal bleibt gefährlich und erhöht den Druck beim Return.
Die Britin schafft das unmittelbare Rebreak und verhindert damit, dass sich Bencic entscheidend absetzen kann.
Bis zum 5:5 bleibt der zweite Satz umkämpft.
Kartal nutzt ihre Chance konsequent
In der entscheidenden Phase unterlaufen Bencic erneut Fehler beim eigenen Aufschlag.
Kartal gelingt das Break zum 6:5. Anschliessend serviert die 24-Jährige die Begegnung erfolgreich nach Hause.
Nach rund 97 Minuten steht ihr 6:0, 7:5-Erfolg fest.
Besonders auffällig ist Bencics schwache Aufschlagbilanz. Sie gewinnt lediglich drei ihrer neun Servicegames.
Kartal nutzt sechs ihrer elf Breakmöglichkeiten, während Bencic nur zwei ihrer sechs Chancen verwerten kann.
Die Schweizerin begeht zudem sieben Doppelfehler und gewinnt beim ersten Aufschlag lediglich 38 Prozent der ausgespielten Punkte.
Kartal gelingt eine grosse Überraschung
Für Sonay Kartal ist der Sieg ein weiterer wichtiger Schritt nach einer schwierigen Phase.
Die Britin musste wegen Rückenproblemen eine längere Verletzungspause einlegen.
Erst vor wenigen Wochen kehrte sie auf die internationale Tour zurück.
Durch den langen Ausfall fiel Kartal in der Weltrangliste auf Position 170 zurück.
Ihre aktuelle Platzierung spiegelt damit nur bedingt ihr spielerisches Potenzial wider.
Mit dem Erfolg gegen Bencic besiegt sie bereits zum sechsten Mal eine Spielerin aus den Top 20 der Weltrangliste.
Im Achtelfinal wartet nun die Italienerin Jasmine Paolini.
Für Bencic endet die China-Tour enttäuschend
Bereits Anfang Oktober musste Bencic beim WTA-1000-Turnier in Peking einen Rückschlag hinnehmen.
Dort unterlag sie der Amerikanerin Ann Li in der dritten Runde mit 4:6, 3:6.
Auch damals hatte die Schweizerin Schwierigkeiten, nach einem schwachen Beginn ihren Rhythmus zu finden.
In Wuhan fällt das Resultat nun noch deutlicher aus.
Als Nummer neun der Setzliste war Bencic in der ersten Runde spielfrei. Entsprechend hatte sie vor dem Duell mit Kartal noch keine Wettkampfpraxis auf dem Turnierplatz gesammelt.
Für die Schweizerin bleibt zum Saisonende vor allem die Aufgabe, ihre Konstanz bei den grossen Turnieren wiederzufinden.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert